Ein eigener Blog- unnu?

Wenn man gerade 18 wurde und in einem Zeitalter wie diesem lebt, hat man ein paar Ideen, die vermutlich genauso unwahrscheinlich sind, wie der Wunschtraum, in NY endlich entdeckt zu werden- doch ein Blog ist tatsächlich verwirklichbar.

So wie mein Blog / Baby hier. Das erste, das wichtigste und vermutlich das uninteressanteste sind die berühmt berüchtigten W- Fragen: Wer, Was, Wann und vor allem Warum?

Zum ersten: Wer ist eine leicht neurotische, paranoide, seelisch falsch verkapselte und überhaupt ziemlich abgedrehte bald- Studentin, die seit Monaten darüber nachdenkt einen Blog zu schreiben, wenn schon ihre Schreibblockade sich zu einem ausgewachsenen Damm entwickelt.

Zum zweiten: Was wird vor allem Kritiken sein. Meine erste große, nie wieder vergehende und überhaupt alles verschlingende Liebe sind Filme und Serien. Was meine Freunde regelmäßig auf die Palme treibt nenne ich grundsolides Allgemeinwissen was Filme wie 300 und Serien wie Spartacus betrifft- und ja, hierbei handelt es sich tatsächlich um den Blog einer Frau.

Was nichts daran ändert, dass ich auf diesem Blog Reviews zu in Deutschland vollständig unbekannten Serien schreiben und Filme hochloben werde, die die meisten für völlig panne halten und überhaupt eine vierte Dimension beleuchten, die vorwiegend aus herumschwirrenden Katzen und durchgedrehten TV- Shows- Figuren besteht. Meine Dimension. Allerdings ist die dunkle Materie dieses Schatzis eine Mischung aus Politik, Gesellschaftswissenschaften und einer grundtiefen Wut auf Tierquäler- auf Deutsch: hier wird es nicht nur fluffig weich zugehen, sondern hin und wieder auch knallhart zur Sache.

Zum dritten: Wann… eine schwere Frage, denn (wie schon angedeutet) mein Autorentum wird existenziell bedroht von der verhassten Schreibblockade. Aber da ich als Gegenmaßnahme diesen Blog eingerichtet… wobei es auch ums Schreiben geht… solltet ihr es noch nicht gemerkt haben- meine Synapen haben sich wie die Kopfhörer meines iPods in dem Moment verkabelt, in dem ich sie in die Tasche und für selbstverständlich gehalten habe.

Und- last but not least: Warum. Warum tue ich euch, den wenigen, die diesen Blog auch nur anklicken werden, meine Gedankengänge an, die meistens nicht mal ich verstehen kann? Weil ich glaube, dass Filme und Serien uns heutzutage so sehr in den Alltag geschlichen sind, dass sie es verdienen einen Blog zu bekommen. Und weil ich es liebe, unschuldigen Nichtswissern mein Gelaber aufzudrücken. Und weil ich Filme und Serien liebe. Und… und… und… den Rest könnt ihr einfügen nach Belieben. Denn und um ehrlich zu sein- wir alle sind das Ergebnis unserer Umwelt. Sie mag nicht immer schön sein, aber wir können sie so schön wie möglich gestalten. Wie jemand sehr weises mal sagte: “Aus dem Scheiß kommt eh keiner mehr lebend raus.”

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Wenn duellierende Magier zu langweilig sind, starren wir auf Ziegen…

Wer Sky hat, der kennt dieses Dilemma- die Auswahl ist zu groß und zu wissen, was man eigentlich sehen will ist nicht nur selten sondern auch vollkommen utopisch. Am Ende zappt man durch und bekommt von jedem Film nur das wenigste, unwichtigste und dümmste mit. Manchmal jedoch hinterlassen die kurzen Schnipsel einen solchen Eindruck- ob gut oder schlecht- dass man den Film ausleiht oder kauft. Hin und wieder geht das gut.

Nun- heute stand die Auswahl zwischen Duell der Magier mit dem glorreichen Nicholas Cage und Männer, die auf Ziegen starren mit George Clooney (49+). Ersteres ist unschwer dem Fantasy- Genre zuzuordnen. Zweiteres würde ich ganz spontan einordnen in die Comedy- Branche. Doch das macht die Sache nicht besser- dieser Film ist alles und nichts. Vor allem nicht einfach zu verstehen oder für jeden gemacht. Den Humor als solchen zu erkennen und nicht als Bullshit abzustempeln verlangt nicht unbedingt nach einem hohen IQ sondern eher die Offenheit und die Geduld den Film seine Einzigartigkeit entfalten zu lassen.

Nun zum eigentlichen Thema- nämlich das des Filmes.

Einmal die himmelschreiende Ironie beiseite gelassen, dass Ewan McGregor in einem Film über Jedi- Krieger mitspielt und hierbei die Rolle des nichtswissenden Lehrlings annimmit, kann man sagen, dass dieser Film mit jedem Kriegsfilm, jeder Lobeshymne auf Amerika und jeder Verherrlichung von Gewalt generell auf eine so sympathische Art und Weise abrechnet, dass es eine ganze Weile braucht, bis man versteht, dass es sich hierbei um eine Parodie handelt, die eine sehr nachdenkliche Botschaft mit sich trägt: die Sache mit dem Krieg und dem Töten ist scheiße. Aber es bringt auch nichts, sich in Pseudopsihippiefähigkeiten zu stürzen. Ach ja- und dieser Film verarscht auch sehr humorvoll jegliches spirituelles Esoterikgedankengut. Hey, ich hab nichts gegen die Esoterik. Aber der Film hats echt in sich.

Es macht unglaublich Spaß, diesen Film zu schauen und zu George Clooney beim Sonnengruß auf dem Auto mitten in der Wüste zu beobachten- eine perfektere Besetzung kann es nicht wegen, wenn es darum geht, einen Mann Wolken sprengen zu lassen. Mit der puren Kraft seiner Gedanken. Und just, wenn er eine gesprengt hat, fährt er gegen den einzigen Fels in der Wüste- das nennt man karmische Ohrfeige.

George Clooney spielt einen Vertreter der amerikanischen New- Earth- Armee, die von der amerikanischen Regierung deshalb iniziiert wurde, weil die Russen angefangen hatten paranormale Strategien zu erforschen- und die hatten angefangen, weil sie fälschlicherweise annahmen, die Amis hätte angefangen. Noch da? Super. Es wird noch besser.

Ewan McGregor spielt einen amerikanischen Kleinstadtjournalisten, der- gerade verlassen- ins Kriegsgebiet Irak fährt, um seiner Frau zu beweisen, was für ein Kerl er ist. Dort trifft er auf George Clooney, pinselt zufällig dasselbe Symbol wie auf dessen Brust tätowiert auf ein Blatt Papier und schon landen beide in Gefangenschaft von Terroristen. Schräg- es wird noch schräger, wenn Clooney seinem Schützling mentale Angriffsmethoden beibringt, die eigentlich physische sind. Generell ist der gesamte Film so schräg, dass ein Blogeintrag dafür nicht ausreicht.

Von der genialen Besetzung mal ganz abgesehen (Jeff Brigdes als Superguru) ist der Film eine super Entspannung am Abend, die nicht nur die Lachmuskeln anregt.

 

Zum Duell der Magier… so sehr ich Nic Cage auch verehre (hey, der Kerl spielt in jedem zweiten Film mit, irgendwann hats bei mir geklickt)… die Story sprühte vor Klischees und Talent, die Besetzung hats in sich und am Ende ist auch er eine tolle Möglichkeit, den Tag ausklingen zu lassen, wenn man unter 20 und oder Kindgeblieben ist.

Was beiden Filmen gemein ist? Sehr, sehr wenig- aber gelacht hab ich bei beiden. Wobei Männer die auf Ziegen starren herzlichere und vermutlich auch intelligentere Lachkrämpfe ausgelöst hat.

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